Aktuelle Meldungen

Slowenisches Festmahl am 08.02.2019

Das Weltgebetstagsteam Ruit-Parksiedlung lud ein zu einem Festmahl über das diesjährige Weltgebetstagsland Slowenien und fast 100 Gäste ließen sich einladen.

Ein engagiertes Küchenteam servierte slowenische Köstlichkeiten in drei Gängen. Dazu gab es Musik vom WGT-Musikteam, Lieder von slowenischen Freunden, die in der Landestracht gekommen waren, und Bilder und Informationen rund um das landschaftlich reizvolle Slowenien, aber auch Informationen über Familien, die unsere Unterstützung brauchen. „Es ist noch Platz“ – so lautet das Motto des Weltgebetstags, das Mitarbeiterinnen entfalteten. Das Motto bezieht sich auf das Gleichnis vom großen Gastmahl, das Jesus selbst erzählt. Gott ist der Gastgeber. Er lädt ein an seinen Tisch. Viele der Geladenen schlagen seine Einladung aus. Deshalb geht er an die Hecken und Zäune und lässt Krüppel, Lahme und Blinde einladen. Sein Haus muss voll werden.

Ins Ruiter Gemeindehaus ließen sich viele einladen. Aus vielen Orten in Ostfildern kamen sie, aus katholischen und evangelischen Kirchengemeinden und feierten ein gelungenes Fest.

Ganz schön stark!

 

Die Waldheimhalle in Ostfildern-Ruit war am Donnerstagnachmittag, den 7. Februar 2019, mit 400 Besuchern bis zum Rand gefüllt. Viele Grundschulkinder und ihre Eltern fieberten dem Start der sogenannten Familien-Mitmach-Musik-Show entgegen. Die Marke Daniel Kallauch ist vielen bekannt: ein humorvoller Typ, der gute Stimmung mitbringt, witzige Ideen, eingängige Lieder und vor allem - seinen Spaßvogel Willibald, eine Handpuppe. Gleich das erste Lied, vom Keyboarder Wolfgang Zerbin begleitet, nahm das große Publikum mit hinein in den typischen Schwung der Kallauch-Kinderlieder. Der Kinderchor Regenbogen aus Ruit durfte bei zwei Songs auftreten und mitwirken. Während der Willibald-Geschichte, die sich als roter Faden durch das Programm zog, nahmen die Kinder Anteil an der Enttäuschung des Spaßvogels, der die Hauptrolle im Musical „Biene Maja“ verpasst. Schließlich überwindet er sich dazu, mit Selbstbewusstsein und Begeisterung eine Nebenrolle zu übernehmen.

Daniel Kallauch, dem studierten Theologen, geht es nicht einfach um Unterhaltung, sondern um die Vermittlung von Botschaften, die Kinder und Familien stark machen. Deshalb auch ein extra Lied für die Väter: „Papa, Papa, Supermann, seht euch nur den Papa an.“ Selbstverständlich wurde ebenso den Müttern größte Wertschätzung zugesungen: „Mama, du bist mein Glück.“ Behutsam führt der Kinderfreund Kallauch an den Gott heran, der das Leben, die Liebe und den Segen schenkt. Beim Schlusslied „Gott gibt gerne auf mich acht, das hat er immer schon gemacht“, wurde mit Handy-Taschenlampen geschunkelt.

 

Wie der Glaube ins Familienleben hineinkommt, wird in dem Buch „Wenn Familien beten“ praktisch vorgeführt, das der Künstler gemeinsam mit seiner Frau Anke geschrieben hat (Verlag Volltreffer Vertrieb, 15,95 Euro, mit CD). Alle jungen Besucher bekamen zum Abschied ein Kallauch-Poster geschenkt. Darauf werden sie informiert über Jungscharen und Kindergruppen, zu denen die veranstaltenden Gemeinden einladen. Ein Mitarbeiterteam aus den Kirchengemeinden Ruit, Kemnat, Scharnhausen und dem württembergischen Christusbund Ruit, Parkhaus und der freien Gemeinde Prisma sorgten für einen reibungslosen Ablauf, einschließlich einer kleinen Bewirtung am Ende der Veranstaltung. Fazit: Hoffentlich kommt er mal wieder, der Willibald - mit seinem famosen Daniel und dem professionellen, freundlichen Team. Das wäre ganz schön stark.

 

 

Informations- und Gesprächsveranstaltung in der Auferstehungskirche am 31. Januar 2019

Seit Wochen wird von den evangelischen Gemeindemitgliedern in Ruit ein

Thema diskutiert: Sollen die Standorte von Kanzel und Taufbecken in der Auferstehungskirche getauscht werden? Für die Kirchenbesucher würde sich dann der Blick während der Predigt künftig nach rechts vom Altar wenden. Bei der teilweise recht heftigen Diskussion ging es um Sinn, Zweck und Kosten des Vorhabens. Der Kirchengemeinderat hatte sich bei seiner notwendigen Beratung darauf verständigt, vor einer förmlichen Beschlussfassung und Entscheidung durch seine Mitglieder den geplanten baulichen Eingriff in den Kirchenraum zunächst in einer öffentlichen Informations- und Gesprächsveranstaltung mit den interessierten Gemeindebürgern zu erörtern. In Anwesenheit aller  planerisch Beteiligten fand die Aussprache am 31. Januar vor Ort – also in der Auferstehungskirche statt.

Die rund 100 Anwesenden wurden von Pfr. Eißler begrüßt. Er erklärte, dass die Hauptsache in der Kirche die gute Nachricht von Jesus Christus nach der Bibel, dem Wort Gottes, ist. Alles andere seien im Vergleich dazu zweitrangige Fragen, die mit einer gewissen Gelassenheit bedacht werden sollten. Der Vorsitzende des Bauausschusses, Klaus-Michael Krell, und Architekt Florian Heim vom beauftragten Stuttgarter Architekturbüro Heim/Blaschke informierten über die anstehenden, umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten. Von der bereits beschlossenen Erneuerung der Innenbeleuchtung bis zu  Reparaturen an Heizung und Elektrik reichen die notwendigsten Maßnahmen, die in den nächsten Jahren ergriffen und finanziell gestemmt werden müssen.

Der von Architektenseite eingebrachte Vorschlag für einen Kanzeltausch soll das Problem lösen, dass die Kanzel vor der hellen Rückwand in ungünstigem Gegenlicht erscheint. Der Kunstbeauftragte der Landeskirche Herr Auer hat den Vorschlag geprüft und regt eine künstlerische Neugestaltung der Kanzel am neuem Standort an. Eine erste Kostenschätzung beläuft sich auf 15.000 € für diese Maßnahme (ohne neue Kanzel).

Anhand der aufgestellten Planungsunterlagen wurden anschließend pro und contra des Kanzel-tausches diskutiert. Die Befürworter hoben neben der Lösung der Lichtverhältnisse hervor, dass mit der Umstellung mehr Platz für Chor, Musik und andere Ereignisse um den Alter herum geschaffen werde. Es frage sich auch, ob nach 60 Jahren nicht die Zeit gekommen sei, behutsam eine Neugestaltung des Altarraums vorzunehmen.

Die mehrheitlichen Kritiker verwiesen neben den Kosten darauf, dass man bislang mit der Ausleuchtung der Kanzel kein Problem gehabt habe („hören ist wichtiger als sehen“) und eine Versetzung des Taufsteines den Standort des adventlichen Weihnachtsbaumes am Altar infrage stelle. Auch sei vom Architekten der Kirche, Dr. Walter Ruff, bei der asymmetrischen Gestaltung des Innenraumes dem jetzigen Kanzelstandort ein deutlich höheres „Raumvolumen“ zugewiesen worden.

Pfarrer Tobias Eißler bedankte sich am Ende der zweistündigen Veranstaltung für die engagierte und sachliche Diskussion, die Ausdruck einer lebendigen Kirchengemeinde sei. Der Kirchengemeinderat, dessen Mitglieder anwesend waren, werde unter Einbeziehung der vorgebrachten Erwägungen voraussichtlich im Februar  seine Entscheidung treffen - damit die Kirche auch weiterhin ein einladendes „Wohnzimmer der Gemeinde“ sei.

Christian Schurig

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