Aktuelle Meldungen

Mundart-Autor Gerhard Raff spricht in Auferstehungskirche

Ruit, 21. Februar 2020

Es war eine prima Idee, Gerhard Raff nach Ruit zu locken.  Pfarrer Eißler erklärte gleich zu Beginn, warum er Raff sympathisch fände: dieser sei überzeugter Schwabe, habe Theologie studiert – und stelle sich regelmäßig für Benefizveranstaltungen zur Verfügung. Wie auch hier: der Benefit dieses Abends kommt der Kirchensanierung zugute.
Raff schreibt schöne Geschichten. Es gelingt ihm, wichtige Gestalten der württembergischen Geschichte seiner Zuhörerschaft lebendig vor Augen zu stellen:  Friederike Kerner, ihren Mann Justinus, Mechthild von der Pfalz, den württembergischen „Keenig“ Wilhelm II.   Aufregen kann sich Raff dabei auch: wenn verdienstvolle Frauen es trotz seiner Protektion nicht auf die Briefmarke schaffen, oder schlimme Ignoranten das Standbild Wilhelms mit den Spitzen vom angestammten Platz vor dem Wilhelmspalais – jetzt  Museum für Stuttgart -  entfernen. Das tut er wohl mit kräftigen Worten, aber sein schönes Schwäbisch mildert irgendwie auch wieder seine Schärfe.
Bücher gab´s von Raff – signiert und mit (Deger-) Loch – an diesem Abend wohl auch.  Aber schöner noch als Raff zu lesen ist es – ihn zu hören!

Verabschiedung von Pfarrerin Dorothee Beer

Es sei Zeit, „Auf Wiedersehen und Danke“ zu sagen, so Pfarrer Eißler am Ende des Gottesdienstes am 16. Februar in der Auferstehungskirche, und fügte an:„Leider!“ Er erinnerte an das „Sommermärchen 2018“, als kurzfristig das vakante Pfarramt II mit den Pfarrerinnen Anna Lörcher und Dorothee Beer besetzt werden konnte. Beer habe ihren Schwerpunkt neben den Besuchen auf Andachten im Kindergarten gelegt, auch der Schulunterricht zählte zu ihren Aufgaben, was in der Gemeinde oft nicht so sichtbar werde. Sie habe das gute Wort Gottes gepredigt. Eißler gab das Bibelwort mit auf den Weg: Ihr werdet aber die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und Zeugen des Wortes sein. Als Abschiedsgeschenk überreichte er ein Bild der Plastik in der Kirche, der Auferstandene im Kreise der Jünger.
Pfarrerin Beer dankte für die Aufnahme und die Offenheit in der Gemeinde, für viele Besuche und Begegnungen. Sie behalte vor allem das große und vielseitige Engagement mit vielen innovativen Ideen in Erinnerung. Sie sei dankbar, das erlebt zu haben und gemeinsam mit der Gemeinde den Weg gegangen zu sein.
„Ich will Dich segnen, und Du sollst ein Segen sein“. Dieser Satz finde sich am Pfarrhaus in Altenburg, dort wird sie im März ihren neuen Dienst beginnen. Dieser Segensspruch drücke aus, was sie auch den Ruitern wünsche.

Was Gott mit Social Media zu tun hat

Beim Jugendgottesdienst am 16. Februar erzählte Pfr. Thomas Ebinger aus Kemnat davon, wie gerne er sich mit den Möglichkeiten von Social Media beschäftigt. Die neuen Kontaktmöglichkeiten könnten das Leben sehr bereichern, meinte er. Eine Gefahr sei aber der Blick auf die Super-Fotos vom Urlaub und tollen Events bei anderen, während der eigene Alltag grau und schwierig aussieht - frustrierend! Die gute Botschaft der Bibel: Gott gibt uns in Jesus sein großes „Like“; er signalisiert uns seine Liebe und Anerkennung. Das befreit von der ständigen Jagd nach Anerkennung der andern. 

50 junge Menschen in der Lounge hatten viel Spaß bei einem Kahoot-Quiz: die Antworten werden so rasch wie möglich mit dem eigenen Handy gesendet. Die Jugendband sorgte gemeinsam mit dem bewährten Technik-Team für den richtigen Sound. Moderatorin Annika Lukas führte freundlich und jugendgemäß durchs Programm. Nach dem Gottesdienst standen an der Küchentheke warme Pizza-Häppchen bereit. 

Die Tür zum Glauben öffnen

Der rechte Weg zum Glauben ist für manche von uns manchmal schwer zu finden. Da gibt es Abzweigungen, den einfachen und den komplizierten Weg, Türen und andere Hindernisse. Es tut gut, selbstkritische Ratschläge von kompetenten Mitmenschen zu erfahren, was zuletzt Dr. Matthias Clausen an drei Vortragsabenden im Gemeindehaus Ruit gelang – vom Donnerstag, 30. Januar, bis zum Samstag, 2. Februar 2020. Unter der Überschrift „#Frag-Würdig. Vom Sinn und Unsinn des Glaubens“ gelang es dem Dozenten der evangelischen Hochschule Tabor in Marburg, unterhaltsam und locker das schwierige Thema sehr persönlich und überzeugend darzustellen. Schon die von ihm gewählten Titel seiner Ansprachen waren bezeichnendes Programm

- Die Welt ist nicht genug. Über Sehnsucht und die Suche nach Sinn.

- Und wenn wir uns alles nur einbilden? Über Glaube und gesunde Skepsis.

- Warum ich trotzdem glaube. Über den Glauben und seine unglaubwürdigen Vertreter.

 

Wie finde ich den Sinn meines Lebens?

Auf der Suche nach dem eigentlichen Lebenssinn muss man oft mit dem Scheitern aber auch mit der Anerkennung persönlicher Grenzen umgehen. „Immer mehr, immer länger und immer höher“ funktioniert am Ende nicht – Gesundheit und Geld reichen allein nicht als Sinn. Wir stellen immer wieder fest: Irgendetwas fehlt uns auf unserem Wege zum Sinn des Lebens. 

 

Auch der Glaube ist nicht einfach!

„Komm zum Glauben, dann ist alles gut?“ Nein, sagt Matthias Clausen, so einfach ist es nicht. Erst wenn wir erkennen, was uns bei der Sinnsuche fehlt, nämlich Liebe ohne Bedingung, ohne wenn und aber, wird der Glaube an Gott zur Realität. Gott sucht die Menschen, er sucht jeden von uns ohne Vorbedingungen und schenkt uns Liebe, Hoffnung und seine Gnade.

 

Der Sinn des Lebens heißt: Bei Gott ankommen!

Es gibt viele Wege, um bei Gott anzukommen. Die Vielfalt ist so groß wie die Menschen unterschiedlich sind. Dr. Clausen berichtete, er sei durch intensives Nachdenken zum Glauben gekommen. Aber auch die christliche Gemeinschaft sei hierbei wichtig, um das Werben Gottes um uns zu erkennen. „Glaube ist: So wie ich bin, mich Gott anvertrauen.“

 

Der sehr gut besuchte erste Veranstaltungsabend, der stimmungsvoll vom Gospel-Chor begleitet wurde, war Anlass für zahlreiche Nachfragen und Einzelgespräche, bei denen die Tür zum Glauben in unserer Zeit gesucht wurde.

Thema 1: Die Welt ist nicht genug. Über Sehnsucht und die Suche nach Sinn

Thema 2: Und wenn wir uns alles nur einbilden? Über Glaube und gesunde Skepsis

Thema 3: Warum ich trotzdem glaube. Über Glaube und seine unglaubwürdigen Vertreter

Ökumenische Gastfreundschaft und Maultaschen

„Sie waren ungewöhnlich freundlich zu uns.“ (Apg 28,2 Einheitsübersetzung) Dieser Satz war der Leitvers der Predigt von Pfarrer Alender im ökumenischen Gottesdienst am 26. Januar. Der katholische Geistliche erinnerte an die Nachkriegsjahre, in der viele Flüchtlinge auch nach Ruit kamen. Es wurde viel getan, um für sie Wohnraum zu schaffen und sie in die Gesellschaft zu integrieren. Allerdings war das Verhältnis zwischen evangelischen Alteingesessenen und katholischen Neuankömmlingen nicht immer spannungsfrei. Um so erfreulicher seien heutige freundliche Begegnungen zwischen der evangelischen und katholischen Kirche und anderen christlichen Gemeinden. Ebenso die Offenheit und Gastfreundschaft gegenüber den heutigen Flüchtlingen. Freundliche Begegnung tut wohl - ein guter Leitgedanke für den Alltag in Familie, Beruf und Gemeinde. Der Kirchenchor mit Sängern von St. Monika unter Leitung von Kantorin Eismann gestaltete den Gottesdienst musikalisch; Pfarrer Eißler führte durch die Liturgie. 

Im Anschluss gab es im Gemeindehaus ganz ausgezeichnete selbstgemachte Maultaschen. Ein Küchenteam um Herrn Christian Dirrigl sorgte für ein echt schwäbisches Mittagessen. Mehrere Räume waren von Gästen gefüllt, die sich dieses besondere Sonntagsessen schmecken ließen und sich zur Feier des Tages den Küchen- und Spüldienst zuhause ersparten. Dem Küchenteam und allen Serviceleuten sagen wir ein ganz herzliches Dankeschön!

  • Meldungen aus der Landeskirche

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